Das Preisträgerarchiv des Deutschen Arbeitsschutzpreises

Blättern Sie hier durch die ausgezeichneten Best Practice-Beispiele der vergangenen Jahre.

Gewinner Deutscher Arbeitsschutzpreis 2017

Gruppenfoto der Preisträger*innen des Deutschen Arbeitsschutzpreises 2017
Die Preisträger*innen des Deutschen Arbeitsschutzpreises 2017 (Foto: DGUV/Stephan Floss)

Folgende Unternehmen wurden am 17. Oktober 2017 in Düsseldorf ausgezeichnet:

Kategorie organisatorische Lösung, kleine und mittlere Unternehmen:

Die OPTERRA Zement GmbH aus Wössingen gewann mit ihrer Einrichtung einer durchgängig besetzten „Sicherheitszentrale beim Winterstillstand in einem Zementwerk“ sowie einem visuellen „Gruppensperrkasten für komplexes LOTOTO an der MC-Fluff Anlage“. Das Unternehmen schult auf dem Gelände in Wössingen Fremdfirmen und hat anschauliche Aussicherungspläne, versehen mit Nummerierungen und Farben, entwickelt, die den sicheren Zugang zur Maschinerie des Betriebs erleichtern. Das Ergebnis: deutlich höhere Sicherheitsstandards im Werk.

Kategorie organisatorische Lösung, Großunternehmen:

Die RAG Aktiengesellschaft überzeugte die Jury mit ihrer „Unternehmensweiten Arbeitsschutzkampagne 2016 – 2018“. Unter dem Leitsatz „SICHERHEIT! Denk daran bevor du loslegst“ sensibilisierte das Unternehmen aus dem nordrhein-westfälischen Herne seine Mitarbeiter für die Themen Gesundheits- und Umweltschutz. Durch die enge Zusammenarbeit mit den Beschäftigten bei der Umsetzung der Kampagne, machte die RAG Aktiengesellschaft die Aufmerksamkeit für die Sicherheit am Arbeitsplatz zu einem persönlichen Anliegen der Mitarbeiter.

Kategorie technische Lösung, kleine und mittlere Unternehmen:

MATETEC aus Tangerhütte, Sachsen-Anhalt, entwickelte ein maschinengeführtes Wasserstrahlschneideverfahren. Ursprünglich mussten Mitarbeiter veraltete Rotorblätter bei der Instandsetzung von Windenergieanlagen manuell mit dem Wasserstrahlschneider zerkleinern. Doch nun sorgte MATETEC für eine ferngesteuerte Alternative. Die Beschäftigten verrichten die Arbeit aus einem Führerhaus und befinden sich damit außerhalb der Gefahrenzone.

Kategorie technische Lösung, Großunternehmen:

Eine Einschlaghilfe für Schnurnägel – das ist die prämierte Idee aus der Eurovia Teerbau GmbH aus Bottrop. Mit einem Stahlrohr als Aufsatz für handelsübliche Bohrhämmer schützt der Betrieb seine Beschäftigten vor Muskel-Skelett-Erkrankungen. Statt des Beschäftigten schlägt nun im Wesentlichen die Technik die Nägel ein, nimmt dem Baufacharbeiter so einen Großteil des Kraftaufwandes ab und verringert die Verletzungsgefahr bei geringen Materialkosten deutlich.

Gewinner Deutscher Arbeitsschutzpreis 2015

Gruppenfoto der Preisträger*innen des Deutschen Arbeitsschutzpreises 2015
Die Preisträger*innen des Deutschen Arbeitsschutzpreises 2015 (Foto: DGUV/Stephan Floss)

Folgende Unternehmen wurden am 27. Oktober 2015 in Düsseldorf ausgezeichnet:

Kategorie organisatorische Lösung, kleine und mittlere Unternehmen:

Gewonnen hat die Jobtour GmbH & Co. KG aus Baden-Baden mit ihrem Konzept der „Pflegebezogenen Wertschätzung in der Zeitarbeit“. Um Unzufriedenheit und Fluktuation im Berufsfeld zu vermeiden, bietet der Personaldienstleister seinen Angestellten zahlreiche Vorteile, wie eine Privat- und zahnärztliche Versorgung, Coachings und Weiterbildungen sowie gemeinsame Unternehmungen.

Kategorie organisatorische Lösung, Großunternehmen:

Die Süwag Energie AG in Frankfurt am Main überzeugte die Jury mit dem Sicherheitskonzept „Safety Teams“. Diese kommen immer dann zusammen, wenn Mitarbeiter des Energieversorgers gemeinsam mit Facharbeitern von Partnerfirmen einen Auftrag bearbeiten. Ein „Safety Team“ besteht aus je einer Sicherheitsfachkraft und einem Teamleiter der beiden Betriebe und hat die Aufgabe, für den sicheren Ablauf des Projekts zu sorgen. Das Ziel: Arbeitssicherheit nicht nur im eigenen Unternehmen, sondern auch in den zahlreichen Partnerfirmen zu steigern.

Kategorie technische Lösung, kleine und mittlere Unternehmen:

Ein weiterer Gewinner ist die HWT Hansen Wärme- und Tanktechnik GmbH und Co. KG in Oyten mit ihrem „Tankreinigungsroboter T-REX“. Weil T-REX® die Tankanlage während der automatischen Reinigung entgast und belüftet, entweichen rund 80 Prozent weniger Emissionen in die Atmosphäre als bei der manuellen Reinigung. Das für die Reinigung eingesetzte Wasser und die Rückstände fließen in einen extra Behälter und werden fachgerecht entsorgt. Ein weiterer Vorteil der innovativen Technik: Sie ersetzt keine Mitarbeiter.

Kategorie technische Lösung, Großunternehmen:

Prämiert wurde zudem die Fels-Werke GmbH in Goslar für die „Kompaktierung von mineralischen Werktrockenmörteln zu Pellets“. Der Kalkhersteller wollte Mitarbeiter vor Atemwegserkrankungen schützen und sich zudem frühzeitig auf die Verschärfung der Staubgrenzwerte vorbereiten. Dazu hat das Unternehmen ein Verfahren entwickelt, um pulverigen Mörtel zu brikettieren. Die Staubentwicklung bei der Verarbeitung ließ sich so deutlich reduzieren.

Gewinner Deutscher Arbeitsschutzpreis 2013

Gruppenfoto der Preisträger*innen des Deutschen Arbeitsschutzpreises 2013
Die Preisträger*innen des Deutschen Arbeitsschutzpreises 2013 (Foto: DGUV/Stephan Floss)

Folgende Unternehmen wurden am 5. November 2013 in Düsseldorf ausgezeichnet:

Kategorie Prozesslösungen, kleine und mittelständische Unternehmen:

Gewinner ist das Jobcenter Hof Stadt in Hof mit dem Sicherheitskonzept „Sicherheit und Gesundheit für Mitarbeiter“. Der Hintergrund: Verbale und körperliche Übergriffe gegen Mitarbeiter von Jobcentern kommen sowohl bundesweit als auch in Hof vor. Deshalb hat das Jobcenter Hof Stadt ein umfassendes Konzept erarbeitet, um Konflikten vorzubeugen und gefährliche Situationen zu entschärfen.

Kategorie Prozesslösungen, Großunternehmen:
Prämiert wurde die RWE Power AG, Bergheim, für das Sicherheitsprogramm „Sicher voRWEg mit Partnerfirmen“. Ziel des Programms ist es, die Arbeitssicherheit bei Partnerfirmen von RWE Power zu erhöhen. Die Maßnahmen wirken: Bei den betreffenden Beschäftigten konnte die Unfallquote um bis zu 80 Prozent gesenkt werden.

Kategorie Produktlösungen, kleine und mittelständische Unternehmen:
Gewonnen hat die Hörluchs Gehörschutzsysteme GmbH & Co. KG, Hersbruck. Die Firma hat ein zukunftsweisendes Hörgerät für Menschen mit Hörminderung entwickelt, die an einem Lärmarbeitsplatz tätig sind. Das Gerät dämmt den Arbeitslärm und ist gleichzeitig durchlässig für Stimmen und Warnsignale – eine Innovation für den Arbeitsschutz, die hörgeschädigten Menschen neue Arbeitsplatzperspektiven eröffnet.

Kategorie Produktlösungen, Großunternehmen:
Die Wintershall GmbH, Kassel, überzeugte die Jury mit dem „Ein-Mann-Transport-System für Gasflaschen“. Das einfache und zugleich innovative System ermöglicht es, Gasdruckflaschen sicher und rückschonend zu verladen und zu transportieren. Es minimiert die Gefahr von Arbeitsunfällen und trägt zum Gesundheitsschutz bei.

Sonderpreis der Jury
Einen Sonderpreis erhält der Verein DocStop für Europäer e.V. für seine ehrenamtliche Initiative „Medizinische Unterwegsversorgung für Bus- und Berufskraftfahrer“. Das Prinzip: Die Fahrer können bei gesundheitlichen Beschwerden eine Hotline anrufen, über die ihnen ein Mediziner aus dem bundesweiten Ärztenetzwerk von DocStop vermittelt wird.